Technologie
3D-Scan, CNC-Schnitt, Biegen und TIG-Schweißen in Katowice. 4 mm Aluminium AlMg3, 6 oder 8 mm HDPE und Edelstahl 304 (Rundstahl 8 oder 10 mm) - jedes Schutzteil für ein konkretes Modell und Baujahr.
3D-Scan und CNC-Schnitt
Jedes Modell entsteht aus einem hochauflösenden 3D-Scan des jeweiligen Motorrads, die Teile werden auf CNC-Maschinen geschnitten. So folgt das Schutzteil der Kontur von Rahmen und Motor, und jedes Exemplar passt gleich - nichts wird nach Augenmaß angepasst. Die Montage erfolgt an den Serienpunkten, ohne Bohren, Biegen, Schweißen oder andere Eingriffe am Motorrad; im Set liegen alle Schrauben, Scheiben, Muttern, Distanzstücke und Halter bei.
Die Motorschutzplatte wird am Rahmen verschraubt, sodass bei einem Schlag die Kraft in den Rahmen geht und nicht über die Schrauben in die Gehäuse. Das Öl lässt sich ohne Abnehmen der Platte ablassen, und das Motorrad steht mit montierter Platte auf dem Montageständer. Am tiefsten Punkt der Platte befindet sich eine Öffnung, durch die Schlamm abläuft, und eine Nase oben hält Schlamm und Steine davon ab, in den Spalt zwischen Motor und Platte zu gelangen. Die Platte schützt die Motorunterseite und verdeckt nicht die Kühler, die seitlich am Motorrad sitzen.
Werkstoffe nach Art des Schutzteils
Motorschutz: 4 mm Aluminium AlMg3 oder HDPE mit 6 oder 8 mm. Motorschutz mit Umlenkhebelschutz: HDPE mit 6 oder 8 mm. Motor- und Krümmerschutz in einem Bauteil: 4 mm Aluminium, bei den Versionen mit Umlenkhebelschutz (H und HX) mit einer 6-mm-HDPE-Schicht am Umlenkhebel. Krümmerschutz: Edelstahlrundstahl 304 mit 8 oder 10 mm. Kühler- und Bremsscheibenschutz: 4 mm Aluminium. TPS-Schutz: Aluminium. Fußrasten FP01: Edelstahl. Lüfter-Kits: SPAL-Lüfter mit Halterung, Relais und Kabel.
Aluminium AlMg3 (PA11), 4 mm
Kühlerschutz, Bremsscheibenschutz und ein Teil der Motorschutzplatten fertigen wir aus verstärktem Aluminium AlMg3 (PA11) mit 4 mm Stärke - einer Legierung, die Korrosion, Verformung und Abrieb standhält. Die Teile werden gebogen und beidseitig per TIG geschweißt; Halter aus Stahl und Aluminium. Auch der TPS-Schutz besteht aus Aluminium.
AlMg3 ist eine Aluminiumlegierung mit etwa 3 % Magnesium, in der europäischen Norm EN AW-5754. PA11 ist ihre polnische Bezeichnung und nicht der Kunststoff Polyamid PA11. Die Legierung ist selbst in Salzwasser korrosionsbeständig, weshalb daraus Boote gebaut werden. Das steife Blech verteilt die Schlagkraft auf die ganze Platte und ihre Befestigungspunkte, kommt mit scharfen Felskanten besser zurecht als Kunststoff und ist dünner als eine HDPE-Platte, bietet also mehr Bodenfreiheit. Nach dem Schweißen reinigen und polieren wir.
HDPE, 6 und 8 mm
Einen Teil der Motorplatten fertigen wir aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) - einem Werkstoff, der leichter als Aluminium und sehr schlag- und abriebfest ist. Ältere Modelle haben 6 mm, neuere 8 mm Stärke; ältere wechseln nach und nach auf die dickere Version. Die 8-mm-HDPE-Platten werden nirgends eingeschnitten oder geschweißt: wir erwärmen sie und biegen sie auf der Abkantpresse in einem Stück, so gibt es keine Schwachstellen - bei einem Schlag federn sie und kehren in ihre Form zurück, statt die Energie an den Motor weiterzugeben. Schweißen schwächt diesen Werkstoff: An der Naht geht ursprüngliches Polyethylen verloren, und die Naht reißt und platzt leichter ab.
Die Platte SP08 aus HDPE mit 8 mm wiegt 0,86 kg, die Aluminiumplatte SP04 für dieselben Motorräder 1,11 kg, also etwa 22 % weniger. HDPE hat eine geringe Reibung, daher gleitet die glatte Unterseite über Baumstämme und Felskanten; es dämpft Steinschläge und Vibrationen und wird bei Kälte nicht spröde. Auf scharfen Felsen bekommt der Kunststoff mit der Zeit Kratzer und Furchen. Das sind Gebrauchsspuren, und die Platte schützt weiter.
Edelstahl 304
Den Krümmerschutz schweißen wir aus Edelstahlrundstahl 304 mit 8 oder 10 mm, je nach Modell - sehr steif, wetter- und korrosionsbeständig. Ein Produkt kann mehrere Werkstoffe verbinden, etwa Rundstahl mit einer HDPE-Platte; die Form ist so ausgelegt, dass sich Schlamm und Steine nicht festsetzen.
Stahl 304 enthält etwa 18 % Chrom und 8 % Nickel. Chrom bildet an der Oberfläche eine Oxidschicht, die vor Rost schützt, daher kommt der Stahl gut mit Wasser, Schlamm und Streusalz zurecht. Rundstahl mit 10 mm setzen wir bei den verstärkten Versionen ein; auf Biegung ist er etwa 2,4-mal steifer als Rundstahl mit 8 mm, weil die Steifigkeit mit der vierten Potenz des Durchmessers wächst.
Die Auspuffbirne eines Zweitakters hat eine auf den Motor abgestimmte Form, eine Delle verändert also die Leistungscharakteristik. Der Schutz ist ein offener Käfig aus Rundstahl: Er sammelt keine Steine und keinen Schlamm, und Auspuff und Motorunterseite lassen sich leicht reinigen. Die X-Version schützt einen größeren Teil des Krümmers, bis zum Krümmerbogen am Zylinder. Aus Edelstahl fertigen wir auch die Fußrasten FP01: 7 mm tiefer und 5 mm weiter hinten als die Serienrasten, mit vergrößerter Auflagefläche, von der Schlamm und Erde ablaufen.
Aluminium oder HDPE
Beide Platten schützen dieselben Teile, sie unterscheiden sich im Verhalten beim Schlag. HDPE ist sinnvoll, wenn Gewicht und Gleiten über Baumstämme zählen, Aluminium, wenn die Platte oft auf scharfe Felskanten trifft. Es gibt auch Produkte, die beide Werkstoffe verbinden: Bei der PG17 H bestehen Platte und Krümmerschutz aus 4 mm Aluminium, der Umlenkhebelschutz aus 6 mm HDPE.
Lüfter-Kits
Das modellspezifische Lüfter-Kit enthält einen SPAL-Lüfter, eine Kühlerhalterung, ein Relais und ein Kabel mit dem Originalstecker des Motorrads, sodass nichts geschnitten wird, weder Kabelbaum noch Schläuche. Das Universal-Kit bringt einen eigenen Thermoschalter, eine Sicherung und Kabelbaum mit und schaltet den Lüfter selbst ein, sobald die Kühlflüssigkeit die eingestellte Temperatur überschreitet; es passt an flüssigkeitsgekühlte Motorräder und braucht etwa 7 cm Platz zwischen Kühler und Tank. Ein Lüfter bläst Luft durch den Kühler, auch im Stand und bei langsamer Fahrt, ersetzt aber kein intaktes Kühlsystem: Kühlflüssigkeit, Verschlussdeckel und dichte Schläuche.
Tests und Fertigung
Wir entwickeln Enduro-Schutzteile seit 2016. Jedes neue Modell wird vor dem Verkaufsstart von Profis getestet. Fertigung zu 100 % in Polen, in Katowice. Wir versenden per Kurier nach Polen, in fast alle Länder der Europäischen Union und nach Großbritannien; Bestellungen aus den USA, Kanada und Australien nehmen wir per E-Mail an. Alle Arten von Schutzteilen, Marken und Bestellbedingungen beschreibt die Seite Über uns.